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Bericht "DER RAHLSTEDTER" Nr. 04/2015

Treffpunkt Pogwischrund

von Jörg Meyer (Fotografen Greta Kohns und Michael Schulze)

Der neunte Teil meiner vielfältigen Reise durch die Rahlstedter Vereinslandschaft führt mich mal wieder zu einem Verein, in dem ich selbst Mitglied bin, nämlich dem "Treffpunkt Pogwischrund". Seit dem Frühjahr 2007 sind die Nachbarn der Albert-Schweitzer-Siedlung in diesem Verein organisiert. Die Nachbarschaft knüpft dadurch an ähnliche Vorgängerorganisationen wie SPASS e. V. in der ovalen Anliegerstraße "Pogwischrund" an.

 

Zur Gründung des Vereins kam es, als im April 2006 ohne Vorankündigung sämtliche Spielgeräte auf dem Spielplatz der Siedlung vom Grundstückseigentümer, der Hamburg-Rahlstedter Baugenossenschaft (Harabau), abgebaut und entsorgt wurden. Die Harabau besitzt 197 Wohnungen und Reihenhäuser in der Siedlung, die anderen Immobilien gehören privaten Eigentümern. Nach Protesten der Anwohner und vor allem der Kinder bot die Harabau die Verpachtung der Fläche an. Hierfür wurde der Verein "Treffpunkt Pogwischrund e. V." gegründet. Als Vorsitzende fungierte von der ersten Stunde an Sabine Wenzel, die seit über 14 Jahren in der Siedlung lebt. Als dreifache Mutter war es ihr und ihrem Mann ein besonderes Anliegen, den Spielplatz, der ein beliebter Treffpunkt für Kinder, Eltern und auch der älteren Bewohner der Siedlung war, zu erhalten.

 

Zahlreiche Bewohner des Pogwischrunds und der anliegenden Straßen traten dem Verein bei und beteiligten sich bei den vielen kraftraubenden Arbeitseinsätzen zum Wiederaufbau des Spielplatzes.

 

Neben der Betreuung und Pflege des Spielplatzes veranstaltet der Treffpunkt Pogwischrund auch jährlich ein sommerliches Nachbarschaftsfest, einen Flohmarkt und einen Laternenumzug. Außerdem organisiert Sabine Wenzel mit ihren Mitstreitern verschiedene naturkundliche Aktionen mit Kindern, wie z. B. den Bau von Nistkästen und die Besichtigung von Bienenstöcken. Dass die Nachbarn eine starke Gemeinschaft sind, konnte ich selbst beim herbstlichen Großreinemachen in diesem Jahr miterleben. 15 Erwachsene und ebenso viele Kinder packten mit an, um den Spielplatz fit für das Laternenfest und den kommenden Winter zu bekommen.

 

Die Aktivitäten des Vereins blieben auch Politik und Verwaltung nicht verborgen. Der Bau des großen Kletterhauses als Mittelpunkt des Spielplatzes wurde neben weiteren Dingen vom Verfügungsfonds des Stadtteilbeirats Hohenhorst, der vom Bezirksamt Wandsbek bereitgestellt wird, unterstützt. Außerdem verlieh die damalige Hamburgische Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt 2008 dem Verein den Preis "Familie gewinnt".

 

Sabine Wenzel kann sich neben dem dreiköpfigen geschäftsführenden Vorstand auf die zahlreichen motivierten Mitglieder verlassen. Weil es nicht nur um den Spielplatz, sondern auch um gelebte Nachbarschaft geht, machen die Anwohner gerne mit. Weitere Mitstreiter aus der Umgebung sind immer herzlich willkommen. Da der Spielplatz von unzähligen Kinder der Gegend genutzt wird, können sich die vielen Eltern gerne angesprochen fühlen.

 

Kontakt über Sabine Wenzel: Telefon 040-279 48 00, E-Mail: s-wenzel (ät) freenet.de. Weitere Infos auf "www.treffpunkt-pogwischrund.de".

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